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Nebenkosten beim Hauskauf

Wer ein Haus kauft, der muss neben der reinen Kaufsumme mit teilweise erheblichen Nebenkosten rechnen.

Beim Hauskauf wird nicht nur der Festpreis fällig. Bei der Planung des Budgets muss man auch Neben- und Folgekosten miteinbeziehen. Der neue, kostenlose Ratgeber des Verbands Privater Bauherren (VPB) leistet dabei wertvolle Hilfe.

Unter Nebenkosten beim Hauskauf fallen die Gebühren für den Kaufvertrag beim Notar, die Eintragung ins Grundbuch, die Grunderwerbssteuer und ggf. anfallende Maklergebühren.

Alles Kosten, denen der Hauskäufer nicht entgehen kann, weil sie gesetzlich vorgeschrieben sind.

Beispiel:

Bei einem Kaufpreis von beispielsweise 300.000 Euro summieren sich die Gebühren für die Beurkundung des Kaufvertrags beim Notar auf rund 1.200 Euro.
Zurzeit (Stand 2008) liegt die Grunderwerbssteuer bei 3,5 Prozent des Immobilienkaufpreises, im Falle des Beispielhauses also bei rund 10.500 Euro.
Für den Grunbucheintrag werden gut 500€ fällig.

Insgesamt fallen laut Verbands Privater Bauherren (VPB) - Angaben also schon gleich nach dem Kauf eines 300.000 Euro teuren Hauses knapp 14.000 Euro an Nebenkosten an.

Muss ein Grundstück geteilt werden, dann geht auch das nicht ohne zusätzliche Kosten über die Bühne: Vermessungsamt und Baubehörde stellen ihren Aufwand in Rechnung. Anschließend muss ein Notar (gegen Gebühr) die Vermessungsergebnisse beurkunden und deren Eintragung ins Grundbuch (weitere Gebühr vom Grundbuchamt) veranlassen.


Die Grunderwerbssteuer muss umgehend bezahlt werden, denn erst danach stellt das Finanzamt die so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, die das Grundbuchamt benötigt, um den neuen Eigentümer ins Grundbuch eintragen zu können.

All diese Kosten und Gebühren fallen an, bevor nur ein Stein auf dem anderen sitzt oder der Käufer sein Haus bezogen hat.


Jeder Bauantrag samt Baugenehmigung und alle Bauanzeigen kosten Geld. Ohne diese offiziellen Genehmigungen darf in Deutschland nicht gebaut werden, sogar Umbaumaßnahmen und Modernisierungen sind in vielen Bundesländern genehmigungs- oder zumindest anzeigepflichtig.


Wer Haus, Wohnung oder Grundstück über einen Makler kauft, der muss auch die Maklercourtage in seine Gesamtkosten einbeziehen. Die Maklerprovision wird, ebenso wie die Notariatsgebühr, nach der Protokollierung des Kaufvertrags fällig.


Kreditinstitute verlangen Beratungs- und Bereitstellungsgebühren für Hypotheken und sichern ihre Interessen obendrein gut ab: Sie lassen sich im Grundbuch eine Grundschuld eintragen, damit sie Zugriff auf die Immobilie haben und sie notfalls zwangsversteigern können, falls der Eigentümer seine Ratenzahlungen nicht mehr leisten kann. Die Eintragung dieser Grundschuld im Grundbuch wird ebenfalls
vom Notar veranlasst (ebenso wie die Löschung einer Grundschuld). Auch das kostet wieder Geld.

Wohnt die Familie endlich im eigenen Heim, muss sie neben Zinsen, Tilgung und Rücklagen für die Hausunterhaltung regelmäßig verschiedene unvermeidbare Nebenkosten aufbringen.

die da wären(ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Grundsteuer - nicht zu verwechseln mit der Grunderwerbssteuer.
  • Wasser- und Abwassergeld ein sowie Niederschlagsgebühren für versiegelte Flächen.
  • Müllgebühren
  • Grundgebühren und Verbrauchskosten für Heizung und Strom
  • der Schornsteinfeger muss laut Gesetzgeber zweimal im Jahr kommen und stellt dies natürlich in Rechnung.

Selbstverständliche Dinge wie Telefon-, Kabel oder Fernsehanschluss kommen noch dazu.

„Ganz wichtig sind auch die Versicherungen", weiß Bausachverständiger Penningh. Der VPB empfiehlt Hausbesitzern sowohl eine Wohngebäudeversicherung als auch Haus- und Grundstücksbesitzer-Haftpflicht.

„Oft vergessen die neuen Eigentümer auch die Instandhaltungsrücklage", so Penningh. „Die ist auch beim Neubau sinnvoll." Rund einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat empfiehlt der Verbraucherschutzverband als Polster für notwendige Reparaturen.

Der Bauherr und Käufer ist also gut beraten, wenn er vor dem Hausbau oder Immobilienkauf seine zukünftigen Nebenkosten genau kalkuliert und ein zusätzliches Finanzpolster einplant.

Den neuen Ratgeber "Nebenkosten bei Hauskauf und -unterhaltung" kann man sich kostenlos auf der Homepage des Verbandes unter www.vpb.de herunterladen. Dort hält der Verband auch viele weitere Infos bereit.

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