Was ist ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag wird zwischen Bausparer und einer Bausparkasse abgeschlossen und dient in erster Hinsicht der Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Projekten wie Wohungs- oder Hauskauf. Die Bausparsumme wird zu einem vertraglich festgelegten Prozentsatz angespart. Zum Zeitpunkt der vereinbarten Zuteilung wird der bis zur vollen Vertragssumme fehlende Teil als Bauspardarlehen gewährt. Der Bausparer verfügt bei Zuteilung somit über die volle Bausparsumme (teils selber angespart, teils finanziert).
Bausparverträge eignen sich auch für die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen und werden durch die Arbeitnehmersparzulage gefördert.
Die drei Phasen des Bausparens:
- Ansparphase
Hier wird die gewünschte Bausparsumme etwa zur Hälfte angespart
- Zuteilungphase
Hier kannt entschieden werden, ob nur das angesparte Bausparguthaben plus staatliche Prämien ausgezahlt werden soll oder ob auch das Bauspardarlehn in Anspruch genommen wird.
- Darlehnsphase
Nachdem die Bausparkasse die Bausparsumme, die sich zu 50% aus Guthaben und zu 50% aus Bauspardarlehen zusammensetzt ausgezahlt hat beginnt die Darlehensphase.
Der Bausparvertrag ist in der Regel zuteilungsreif, wenn ca. 50% der Bausparsumme angespart sind und die geforderte Bewertungszahl erreicht ist. Positiv am Bausparen ist, dass der Darlehnszins über die gesamte Laufzeit niedrig und konstant bleibt und der Staat das Bausparen mit Wohnbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage unterstützt.